Proteste in Wien: Freiheit und Gerechtigkeit für Migrant*innen und Flüchtende!

 in Blog

In Libyen geschieht systematisch Unrecht an Menschen auf der Flucht: Sie werden versklavt, verkauft, vergewaltigt, gefoltert und oftmals ermordet. Staaten der EU finanzieren und rüsten libysche Milizen auf, um Migrant*innen und Menschen auf der Flucht an der Weiterreise nach Europa zu hindern. Tausende Menschen werden unter grausamen Bedingungen in Privatgefängnissen und Haftzentren festgehalten. Sie werden auf Sklavenmärkten gehandelt, Frauen werden systematisch vergewaltigt, es gibt zahlreiche Morde. Die so genannte Küstenwache behindert Seenotrettung in internationalen Gewässern, bringt Menschen gewaltsam nach Libyen zurück und sorgt dafür, dass noch mehr Menschen entweder im Mittelmeer ertrinken oder in Gewalt und Versklavung festsitzen.

Seit Wochen wird nun auch in Wien protestiert: Vor der libyschen Botschaft, vor dem Haus der EU, auf dem Platz der Menschenrechte beim Marcus-Omofuma-Denkmal. Weil es einen Aufschrei braucht und weil es unsere Solidarität braucht! Weil Menschen, die an die Grenzen Europas kommen, durch EU-finanzierte Milizen von einem Lager ins andere verfrachtet werden, vergewaltigt, gefoltert, als Sklav*innen gekauft und gehandelt werden. Weil diese Menschenrechtsverletzungen vor unseren Grenzen passieren und als “Migrationskontrolle” und “Grenzschutz” organisiert werden. Viel zu lange wurde hier geschwiegen und weg gesehen. Das sind Verbrechen im Auftrag Europas.

Die Ausbeutung von Schwarzen Menschen in und aus Afrika ist unerträglich. In Libyen wirkt das koloniale Migrationsregime mit all seinen Verbrechen, um Migrant*innen und Menschen auf der Flucht an der Weiterreise nach Europa zu hindern. Die Deals und Kollaborationen der EU kosten Menschenleben. Es geschieht barbarisches Unrecht, statt sich endlich mit den globalen Ungerechtigkeiten und Ausbeutungen zu konfrontieren.

Daher: Nein zu EU-Deals, die Menschenleben gefährden und Menschenrechte verletzen! Nein zur Militarisierung der Grenzen auf dem afrikanischen Kontinent! Nein zur Schließung von Migrations- und Fluchtrouten! Wir brauchen gerechte Wirtschafts- und Handelsbeziehungen, Investitionen in Bildung, Ausbildung und Jobs und Menschenrechte, die tatsächlich für alle gelten! #blacklivesmatter

Fotos: Naomi Afia Güneş

ZIB2-Bericht vom 25. November 2017

Libyen: Versteckte Kamera zeigt Sklavenhandel

Schockierende Aufnahmen: Diese Bilder wurden mit einer versteckten Kamera in Libyen gedreht. Sie zeigen, dass Flüchtlinge dort wie Sklaven versteigert werden.

Posted by Zeit im Bild on Samstag, 25. November 2017
Empfohlene Beiträge

Hinterlasse einen Kommentar

Fragen? Anregungen?

Nicht lesbar? Text neu laden captcha txt