Die Menschlichkeit einer Gesellschaft misst sich am Umgang mit ihren Schwächsten.

 in Blog

Am 10. Dezember ist Internationaler Tag der Menschenrechte und Menschenrechtsverletzungen stehen immer noch weltweit fast überall auf der Tagesordnung. Ihre Einhaltung ist keine Selbstverständlichkeit, auch in Österreich nicht. Zwischen dem Ideal einer friedlichen und gerechten Welt für alle liegen globale Ungleichheitsverhältnisse, Unterdrückungs- und Ausbeutungssysteme von Patriarchat, Kapitalismus und Rassismus und die Realität einer rechtskonservativen Politik, die weit davon entfernt ist anzuerkennen, dass “alle Menschen frei und gleich an Würde und Rechten geboren” sind. Kürzungen der Mindestsicherung weit unter die Armutsgrenze, Deckelung von Sozialleistungen, die Aushöhlung des Asylrechts, Abschiebungen in Kriegsgebiete, Ungleichbehandlung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge, frauenpolitische Rückschläge unter anderem durch die Einführung des 12-Stunden-Arbeitstags, fehlende Maßnahmen gegen ungerechte Einkommensverteilung – die Liste an zu erwartenden Verschlechterungen durch die Allianz von ÖVP und FPÖ ist lang.

Für den gemeinsamen Kampf gegen Unrecht brauchen wir eine solidarische Praxis gegen alle Formen von Unterdrückung, Ausgrenzung und Ausbeutung. Im Hier und im Jetzt. Diese solidarische Praxis finden wir, wenn wir uns nicht auseinander dividieren lassen und wenn wir bereit sind, über globale Ungerechtigkeiten zu reden und über die Vorteile, die manche haben, weil andere sie nicht haben. Die Unterdrückung von Frauen* weltweit ist eine besonders dramatische Menschenrechtsverletzung und die Verletzung von Kinderrechten raubt einer ganzen Generation ihre Zukunfts- und Lebensperspektiven.

Tatsächlich sind Menschenrechte als Kompass unserer politischen Arbeit und politischer Entscheidungen eine wichtige Richtschnur. Auch in der Kommunalpolitik. Daher habe ich anlässlich des Internationalen Tags der Menschenrechte ins Wiener Rathaus zu einer Führung und Diskussion über Kommunalpolitik und Menschenrechte geladen. Was bedeuten Menschenrechte in der Stadt? Soziale Verantwortung, Chancengleichheit und eine Kultur der Fairness. Als Querschnitt in allen Politikbereichen – von der Sicherheit bis zur Bildung. Für alle Menschen in dieser Stadt und jeden Tag.

Empfohlene Beiträge

Hinterlasse einen Kommentar

Fragen? Anregungen?

Nicht lesbar? Text neu laden captcha txt
Diese Website speichert und verarbeitet Daten über Ihren Browser. Diese Daten werden verwendet um eine Besucherstatistik zu erstellen. Wenn Sie dieser Verarbeitung nicht zustimmen wird ein Cookie in Ihrem Browser gesetzt um diese Wahl für ein Jahr zu speichern. Ich stimme der Verarbeitung zu, Ich stimme nicht zu
635